Gesundheit / Infektionskrankheiten
Tollwut
Die Tollwut ist für alle Säugetiere - ebenso für den Menschen
- lebensgefährlich. Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren
fast ausschließlich durch den Biss infizierter Wildtiere
übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft
Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen
hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen
gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schließlich zum
Tode. Der Mensch infiziert sich seltener an Wildtieren als
am Biss durch tollwutkranke Hunde und Katzen. Aufgrund der
enormen Gefahr für den Menschen gehört Tollwut zu den anzeigepflichtigen
Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle.
Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen
Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn
ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen
Tier nur vermutet wird. In einem solchen Fall kann die Tötung
angeordnet werden, es sei denn, Ihr Tier ist nachweislich
gegen Tollwut schutzgeimpft.
Zwingerhusten
Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h., dass
mehrere ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung
beitragen: Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere
Bordetellen und das Parainfluenza-Virus. Zum anderen sind
es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug.
Ferner wird der Zwingerhusten durch eine intensive Hundehaltung
(hohe Besatzdichte, starker Tierumsatz) begünstigt. Die
geschwächten oder gestressten Hunde stecken sich gegenseitig
durch Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind
gefährdet, zum Beispiel beim täglichen Spaziergang oder
auf Ausstellungen. Die Erkrankung fängt meist mit klarem
Nasen- bzw. Augenausfluss und quälendem, trockenem Husten
an. Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt,
verschlimmert sich der Zustand bis hin zur Lungenentzündung.
Der Zwingerhusten ist selten tödlich, doch kann sich die
Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung mehrere
Wochen hinziehen.
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